Augustus Intelligence

Aufgedeckt: Verkehrsministerium räumt Kontakte ein

Das US-amerikanische Unternehmen Augustus Intelligence aus New York City ist ins Zwielicht geraten

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GERMAN PRESS GROUP

Das Bundesverkehrsministerium hat darauf hingewiesen, dass das im Fall Philipp Amthor in die Kritik geratene US-Unternehmen Augustus Intelligence vom Ministerium nicht finanziell unterstützt wird. Ein Sprecher räumte in Berlin allerdings ein, dass es Kontakte zu dem Unternehmen gegeben habe.

Der Sprecher erläuterte, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) habe einen "Aktionsplan Digitalisierung und künstliche Intelligenz in der Mobilität" erarbeitet und damit die "Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung" unterstützt. In diesem Zusammenhang habe es Gespräche und Austausch mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen gegeben, zum Beispiel am 26. September 2018 in Berlin.

Das Ministerium reagierte damit auf einen Artikel des Spiegels, der die Frage stellt, wie das Treffen mit dem Startup und den Vertretern gestandener deutscher Unternehmen zustande gekommen sei. Das Magazin schreibt, wenn nicht Amthor den Kontakt hergestellt habe, so könnten sich auch andere einflussreiche Personen im Umfeld der Firma mit ihren Kontakten zur CSU als Vermittler angeboten haben.

Dazu gehören demnach Leute wie der geschasste Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen oder der frühere BND-Chef August Hanning. Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sei sogar als Teilhaber bei Augustus eingestiegen und Präsident der Firma geworden.

Der Sprecher erläuterte weiter, zu den vom Ministerium Eingeladenen gehörten Vertreter von BMW, Bosch, Cargonex, Deutsche Bahn und Deutsche Telekom sowie aus der Wissenschaft, etwa dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationsforschung und der Technischen Universität Berlin – und eben auch von Augustus Intelligence.

Es sei dabei um Anwendungen von KI auf nationaler und internationaler Ebene gegangen, auch aus Sicht eines Startups. Für das Expertengespräch seien bis zu zwölf Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft gesucht worden.

Bei der Auswahl der Personen hätten Fachkompetenz und verschiedene Sichtweisen vom Großunternehmen bis zum Startup im Vordergrund gestanden. Die beiden Vertreter von Augustus Intelligence verfügten über eine Expertise für Künstliche Intelligenz, Deep Learning, Datenplattformen und Blockchain sowie über Kenntnisse im Bereich KI in den USA und Asien. "Es war ein reiner Gedankenaustausch", unterstrich der Sprecher. Dieser Termin sei auch öffentlich gemacht worden.

Vor diesem Expertengespräch habe es am 9. Juli 2018 "ein erstes Kennenlerngespräch" im Ministerium gegeben. Neben Vertretern von Augustus Intelligence seien Minister Andreas Scheuer (CSU) anwesend gewesen sowie ein Abteilungsleiter, der persönliche Referent des Ministers, der Ministersprecher und der Ableitungsleiter Leitung, Kommunikation.

Das US-IT-Unternehmen versuchte indessen in einer in Deutsch gehaltenen Pressemitteilung auf seiner Homepage Vorwürfe zu zerstreuen, hinter dem Namen gebe es keine realen Inhalte.

Amthor steht in der Kritik, nachdem der Spiegel berichtet hatte, dass er für die Firma Augustus Intelligence Lobbyarbeit betrieben und im Herbst 2018 mit einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) um politische Unterstützung gebeten habe. Der Entwurf des Schreibens wurde dem Nachrichtenmagazin zufolge auf Briefpapier des Bundestags verfasst und kursierte vor Versenden im Unternehmen.

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In der Lobbyaffäre um den CDU-Politiker Philipp Amthor gerät das mysteriöse New Yorker Start-up Augustus Intelligence zunehmend unter Druck. Am Freitag teilte das Unternehmen mit, dass Gründer und Vorstandschef Wolfgang Haupt sein Mandat als CEO vorübergehend aussetzt. Ihn ersetze übergangsweise Chefjustiziar Ramsey Taylor, bis der Vorgang um Amthor durch eine unabhängige Untersuchung aufgeklärt sei.

SPIEGEL stellt Bento ein

Die Spiegel Gruppe will ihren Markenkern noch stärker in der U30-Zielgruppe verankern und sein Geschäftsmodell – aus Leser- und Werbefinanzierung – auf die junge Generation ausweiten.  Mit dem unter dem Arbeitstitel „Spiegel Start“ geplanten Angebot solle auch das Wachstum von U30-Abos beim Bezahlangebot Spiegel+ ausgebaut werden. Dieser Entscheidung fällt nun Bento zum Opfer, denn das junge Nachrichtenportal soll im kommenden Herbst eingestellt und durch „Spiegel Start“ abgelöst werden. Bento sei als eigenständiges, rein werbefinanziertes Angebot mit großem Team, verstärkt durch die Erlösverluste in der Coronakrise, nachhaltig in die Verlustzone geraten. Durch die weiter entfernte Positionierung vom Spiegel sei eine Flankierung durch Pay-Modelle nicht realistisch.