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Erste Kaufinteressenten für Wirecard

Der französische Zahlungsverkehrs-Dienstleister Worldline will den Konkurrenten Wirecard übernehmen

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Nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gibt es erste Kaufinteressenten für den insolventen deutschen Finanzdienstleister Wirecard. Darunter sollen nicht genauer bezeichnete "Privatinvestoren und Private-Equity-Fonds" sowie ein Konkurrent von Wirecard sein: der französische Zahlungsverkehrsdienstleister Worldline.

Das Unternehmen Worldline hatte im Februar 2020 bereits einen Mitbewerber übernommen. Es handelte sich um das ebenfalls französische Zahlungsabwicklungs-Unternehmen Ingenico. Durch den Zusammenschluss stieg Worldline nach eigenen Angaben zum weltweit viertgrößten digitalen Zahlungsanbieter auf.

Wirecard hatte am Donnerstag beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Vorstand des Zahlungsdienstleisters hatte eingeräumt, dass Bankguthaben auf asiatischen Treuhandkonten in Höhe von mehr als 1,9 Milliarden Euro wahrscheinlich nicht existieren.

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt wegen des Verdachts der Bilanzfälschung und der Marktmanipulation. Der Finanzausschuss des Bundestages will sich in seiner Sitzung am 1. Juli mit der Pleite des Dax-Konzerns beschäftigen.

Der Zeitung liegen nach eigenen Angaben Fragen des Grünen-Abgeordneten Danyal Bayaz an die Bundesregierung vor, die auf mögliche Versäumnisse der Aufsichtsbehörde BaFin bei der Überprüfung der Wirecard-Bilanzierung und die Rolle des Finanzministerium abzielen.

Am Freitag hatte sich dazu bereits eine Sprecherin der BaFin geäußert: "Da es sich bei Wirecard AG nicht um ein Finanzunternehmen handelt, können wir als BaFin das Unternehmen nicht unmittelbar wegen möglicher Bilanzverstöße prüfen", teilte sie mit.

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